Glossar

Korrosion

Definition

Korrosion ist die Reaktion eines metallischen Werkstoffs mit seiner Umgebung, die den Werkstoff messbar verändert und seine Funktion beeinträchtigen kann. Meist verläuft sie elektrochemisch; Rost ist nur ein Beispiel.

Was hinter dem Begriff steckt

Die Definition stammt aus der Norm DIN EN ISO 8044 („Korrosion von Metallen und Legierungen, Grundbegriffe und Definitionen“). Nach der Wikipedia unterscheidet sie insgesamt 37 Korrosionsarten, darunter Lochfraß und Spaltkorrosion. Gemeinsam ist ihnen, dass ein Metall mit Sauerstoff, Wasser oder gelösten Stoffen reagiert und sich dabei verändert.

Wie schnell das geschieht, schwankt enorm. Als grobe Richtwerte nennt die Wikipedia für rostfreie Stähle weniger als 0,001 mm Abtrag pro Jahr, für niedrig legierte Stähle mehrere Zehntel Millimeter. Manche Metalle bilden eine dünne, sauerstoffundurchlässige Oxidschicht, die weitere Korrosion bremst; Chrom, Nickel und Titan werden dort als Beispiele genannt. Salze fördern die Korrosion, weil sie als Ladungsträger wirken. Auch der Metallkontakt spielt eine Rolle: Laut Wikipedia kann der Kontakt mit Kupfer, Nickel oder Chrom in feuchter Umgebung Lochfraß an Eisen verursachen. Metalle im selben Bad beliebig zu mischen, ist deshalb keine gute Idee.

Zwei Missverständnisse sind häufig. Erstens: „Rostfrei“ bedeute „korrosionsfrei“. Die genannten Raten sind niedrig, aber nicht null, und sie hängen stark von Umgebung und Legierung ab. Zweitens: Korrosion sei immer sichtbarer Rost. Auch das Anlaufen von Silber ist im weiteren Sinn eine Reaktion des Metalls mit seiner Umgebung, nur ohne Eisenoxid.

In der Praxis

Für die Ultraschallreinigung zählt vor allem, was du ins Bad gibst und wie lange es dort bleibt. Salzhaltige oder stark saure und alkalische Lösungen können Metalle angreifen, auch die Edelstahlwanne des Geräts. Lass Reinigerlösung deshalb nicht tagelang in der Wanne stehen, leere sie nach dem Gebrauch, spüle nach und trockne Wanne und Reinigungsgut.

Bei Teilen mit Beschichtung, etwa verchromten Armaturen oder galvanisierten Schrauben, ist Vorsicht doppelt angebracht, denn eine beschädigte Schicht lässt Korrosion erst richtig beginnen. Was grundsätzlich nicht ins Bad gehört, haben wir in der Übersicht Was darf nicht in den Ultraschallreiniger? zusammengestellt.

Verwandte Begriffe

Häufige Fragen

Kann ein Ultraschallreiniger Rost entfernen?

Oberflächlicher Flugrost lässt sich oft mit einem geeigneten Rostlöser oder sauren Reiniger anlösen, doch das Gerät selbst entfernt Rost nicht von allein. Tief sitzender Rost bleibt meist. Ob Säure im Bad zulässig ist, klärt die Anleitung.

Rostet Edelstahl im Ultraschallbad?

Rostfreie Stähle korrodieren laut Wikipedia sehr langsam, aber nicht gar nicht. Salzhaltige oder aggressive Lösungen und lange Standzeiten erhöhen das Risiko. Leere die Wanne nach Gebrauch, spüle sie aus und trockne sie.

Ist Anlaufen von Silber auch Korrosion?

Im weiteren Sinn ja. Silber reagiert mit Schwefelverbindungen und Luftsauerstoff aus der Umgebung und bildet Silbersulfid. Anders als bei Eisen entsteht kein Rost, sondern eine graue bis schwarze Schicht an der Oberfläche.

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