Glossar

Kalk

Definition

Kalk meint im Haushalt meist Calciumcarbonat, das sich aus hartem Wasser als weißer, fester Belag absetzt, etwa als Kesselstein im Wasserkocher. Säuren lösen ihn auf.

Was hinter dem Begriff steckt

Kalk entsteht, wenn hartes Wasser Kohlendioxid verliert. Chemie.de beschreibt es so: Das gelöste Hydrogencarbonat wandelt sich in schwer lösliches Calcit oder Dolomit um, das sich als Belag absetzt. Weil Erwärmen das Kohlendioxid austreibt, kalken Wasserkocher und Kaffeemaschinen besonders schnell zu. Dass Kalk überhaupt im Leitungswasser steckt, liegt am Weg des Wassers: Fließt es durch Kalkgestein, nimmt es mit Hilfe von gelöstem Kohlendioxid Calcium- und Magnesiumverbindungen auf (Wikipedia, Kesselstein). Die Härte fällt deshalb von Region zu Region unterschiedlich aus.

Wie viel Kalk im Wasser steckt, drückt die Wasserhärte aus. In Deutschland gelten drei Bereiche: weich unter 1,5 mmol/l (unter 8,4 °dH), mittel von 1,5 bis 2,5 mmol/l (8,4 bis 14 °dH) und hart über 2,5 mmol/l (über 14 °dH). Als Faustregel entspricht 1 mmol/l etwa 5,6 °dH. Deinen Wert nennt dein Wasserversorger.

Kesselstein besteht laut Wikipedia überwiegend aus Calcium- und Magnesiumcarbonat. Er isoliert: Seine Wärmeleitfähigkeit liegt je nach Zusammensetzung bei 0,08 bis 2,3 W/(m·K), die von Stahl bei rund 50. Heizflächen überhitzen deshalb leichter. Ein Missverständnis ist, Kalk sei „Schmutz“ im üblichen Sinn. Er ist ein mineralischer Niederschlag, der sich mit Seife oder Fettlöser kaum beeindrucken lässt; Säuren sind das Mittel der Wahl.

In der Praxis

Im Ultraschallbad begegnet dir Kalk an zwei Stellen. Erstens als Ablagerung am Reinigungsgut, etwa Kalkflecken auf Gläsern oder Armaturenteilen, die ein normales Konzentrat nur begrenzt löst. Zweitens als Rand in der Wanne, wenn du mit hartem Leitungswasser arbeitest. Gegen Letzteres hilft destilliertes Wasser, gegen Ersteres ein geeigneter saurer Reiniger, sofern das Material ihn verträgt.

Spüle Teile nach dem Bad mit klarem Wasser nach und trockne sie, damit keine neuen Flecken entstehen. Wie du ein Gerät Schritt für Schritt befüllst, ansetzt und pflegst, zeigt unser Ratgeber zum Anwenden eines Ultraschallreinigers.

Verwandte Begriffe

Häufige Fragen

Wie hart ist mein Wasser?

Dein Wasserversorger veröffentlicht die Härte, meist in °dH oder mmol/l. In Deutschland gilt Wasser unter 8,4 °dH als weich, bis 14 °dH als mittel und darüber als hart. Hartes Wasser hinterlässt mehr Kalkränder.

Warum bildet sich Kalk besonders beim Erhitzen?

Beim Erwärmen entweicht gelöstes Kohlendioxid aus dem Wasser. Dadurch wandelt sich das gelöste Hydrogencarbonat in schwer lösliches Calciumcarbonat um und setzt sich ab. Deshalb verkalken Wasserkocher und beheizte Ultraschallbäder an der Wanne.

Entfernt ein Ultraschallbad Kalk?

Nur begrenzt. Kalk ist ein mineralischer Belag, den Säuren zuverlässiger lösen als Tenside. Ob ein saurer Reiniger im Bad zulässig ist, hängt von Wanne und Reinigungsgut ab. Prüfe vorher die Anleitung und die Materialverträglichkeit.

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