Was hinter dem Begriff steckt
Ultraschall beginnt oberhalb des menschlichen Hörbereichs, also ab etwa 20 kHz. Reinigungsgeräte arbeiten laut Wikipedia im Bereich von 20 bis 500 kHz, Haushaltsgeräte meist zwischen 35 und 50 kHz. Die Frequenz ist bei einem Gerät in der Regel fest, weil sie von der Resonanz der verbauten Piezo-Schwinger abhängt. Wer verschiedene Frequenzen braucht, kauft entweder ein Mehrfrequenzgerät oder mehrere Bäder.
Die Faustregel lautet: Je niedriger die Frequenz, desto größer die Bläschen und desto kräftiger die Reinigung. Elma ordnet 25 bis 40 kHz robusten Teilen und groben Verschmutzungen zu, 80 bis 130 kHz feinen, empfindlichen Oberflächen. Laut Wikipedia wird die Reinigung ab etwa 35 kHz schonender, weshalb viele Brillen- und Schmuckgeräte in diesem Bereich liegen.
Ein häufiger Irrtum ist, dass eine höhere Kilohertz-Zahl ein besseres Gerät bedeutet. Sie bedeutet nur eine andere Art der Reinigung. Für eine verölte Vergaserdüse ist eine niedrige Frequenz sinnvoll, für eine entspiegelte Brille eher eine höhere. Ebenso irreführend ist es, die Frequenz isoliert zu betrachten: Erst zusammen mit der Leistung pro Liter, der Temperatur und dem Reinigungsmittel ergibt sich, wie gründlich ein Gerät tatsächlich arbeitet. Die Frequenz steht bei seriösen Herstellern im Datenblatt, meist als einzelner Wert wie 40 kHz.
In der Praxis
Bei Mehrfrequenzgeräten nutzt du die niedrige Stufe für grobe, die hohe für feine Arbeiten. Schau beim Kauf zuerst, was du überwiegend reinigen willst. Für Brillen, Schmuck und Zahnschienen reicht ein Gerät um 40 kHz, für Werkstattteile darf es eine niedrigere Frequenz mit mehr Leistung sein. Steht keine Frequenz im Datenblatt, ist das ein Warnsignal für eine dünne Dokumentation. Welche Geräte zu welcher Anwendung passen, zeigt dir unser Ultraschallreiniger-Finder.
Verwandte Begriffe
- Kavitation
- Piezo-Schwinger
- Sweep-Modus
- Ultraschallleistung
- Leistungsdichte
- Schonmodus
- Entspiegelung
- Vergaserdüse
Häufige Fragen
Welche Frequenz ist für Brillen am besten?
Die meisten Brillengeräte arbeiten um 40 kHz. Laut Wikipedia gilt die Reinigung ab etwa 35 kHz als schonender. Wichtiger als die genaue Zahl ist, dass der Brillenhersteller die Ultraschallreinigung für die Gläser erlaubt.
Kann ich die Frequenz an meinem Gerät verstellen?
Bei den meisten Geräten nicht. Die Frequenz hängt von der Resonanz der Schwinger ab und ist damit fest vorgegeben. Einige Profigeräte bieten zwei Frequenzen, das steht dann ausdrücklich im Datenblatt.
Ist eine niedrige Frequenz schädlich?
Nicht grundsätzlich, sie reinigt aber kräftiger. Für robuste Metallteile ist das gewünscht, für weiche Materialien oder empfindliche Beschichtungen kann es zu viel sein. Halte dich an die Hinweise der Hersteller von Gerät und Gegenstand.



